Online gefälschte Banknoten kaufen

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Einleitung: Die Verlockung und der Abgrund

Immer wieder tauchen im Darknet oder auf zwielichtigen Plattformen Angebote auf wie:
„Echtes“ Falschgeld – unerkennbar! 50% des Nennwerts! Diskret geliefert!“
Doch hinter diesen Versprechen verbirgt sich ein Netzwerk aus Kriminalität, Betrug und existenzgefährdenden Risiken.


1. Die Rechtslage in Deutschland (§§ 146–152 StGB)

Falschgeld-Handel ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine schwere Straftat:

Strafnorm Tatbestand Höchststrafe
§ 146 StGB Geldfälschung (Herstellen/Verschaffen von Falschgeld) Bis 15 Jahre Haft
§ 147 StGB Inverkehrbringen von Falschgeld Bis 5 Jahre Haft
§ 152a StGB Geldwäsche durch „Reinwaschen“ von Falschgeld Bis 5 Jahre Haft

► Schon der Kaufversuch ist strafbar. Ermittler überwachen Darknet-Märkte und Postlogistik.


2. Die dreifache Betrugsfalle

Wer Falschgeld online „kauft“, wird meist dreifach betrogen:

a) Das Produkt

  • „Hochwertige Fälschungen“ sind meist schlechte Drucke (keine Wasserzeichen, falsche Papierqualität).
  • Moderne Prüfgeräte (UV-Licht, Magnetstreifenleser) entlarven sie sofort.

b) Der Verkäufer

  • 98% der Anbieter sind Scammer: Nach Vorkasse (meist in Bitcoin) verschwinden sie.
  • Keine Reklamation möglich – wer würde zur Polizei gehen?

c) Die Erpressung

  • Kriminelle nutzen Ihre Daten für spätere Erpressung:
    „Zahlen Sie 5.000 € – sonst melden wir Ihre Bestellung der Polizei!“

3. Wie Falschgeld erkannt wird – die Sicherheitsmerkmale

Echte Euro-Banknoten haben mehrere Schutzstufen:

Prüfmethode Sicherheitsmerkmal Bei Fälschungen oft fehlend
FÜHLEN Reliefdruck (erhabene Teile) Glattes Papier
SEHEN Wasserzeichen, Sicherheitsfaden Aufgedruckte Imitate
KIEPEN Hologramm, Smaragd-Zahl (Lichtbalken) Statische Bilder
MASCHINELL Magnetische Tinte, Infrarot-Marker Keine Erkennung

► Selbst „professionelle“ Fälschungen scheitern an mindestens 2 Merkmalen.


4. Die Opfer – wer kauft Falschgeld?

Studien zeigen drei Hauptgruppen:

  1. Verzweifelte: Menschen in finanziellen Krisen – die in noch tiefere Abgründe stürzen.
  2. Naive: Jugendliche, die „coole“ Gangster-Romantik leben wollen.
  3. Kriminelle: Professionelle Geldwäscher – die Sie als Mittäter einspannen.

5. Was tun, wenn Sie Falschgeld erhalten? (Auch unfreiwillig!)

  1. Nicht ausgeben! (§ 147 StGB).
  2. Zur Polizei gehen – mit allen Details zur Herkunft.
  3. Kein Ersatz: Die Bank tauscht Falschgeld nicht um.

6. Legale Alternativen: Prop Money für Film & Fotografie

Für kreative Projekte nutzen Sie rechtssicheres Filmgeld:

  • Deutlich gekennzeichnet („MOVIE MONEY“, „REPLICA“).
  • Einseitig bedruckt / abweichendes Format.
  • Erhältlich bei Prop-Shops wie:
    • CineArt (München)
    • FilmProp Berlin
    • Amazon (Suchwort: „Prop Money legal“)
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